Arthrose

Was ist Arthrose:

Arthrose ist eine degenerative Erkrankung des Gelenkknorpels und der Gelenke. Bei der Arthrose entsteht eine Schädigung/ Abnutzung des Gelenkknorpels. Die Hauptaufgabe des Gelenkknorpels ist, die Stossdämpfung und ein reibungsloses Gleiten der im Gelenkbeteiligten Knochen. Kann der Gelenkknorpel dies nicht mehr leisten, einstehen Schmerzhafte, entzündliche Abnutzungen des Gelenkes und daran beteiligten Knochen. Um den fehlenden Knorpel und damit entstanden grösseren Druck zu überbrücken bilden die Knochen Zubildungen aus, welche dazu führen, dass das Gelenk in seinem Bewegungsradius eingeschränkt wird. Durch die Schonung und Entlastung des betroffenen Gelenkes kann wiederum eine Überbelastung an anderen Stellen des Bewegungsapparates entstehen. Arthrose kann theoretisch jedes Gelenk betreffen.. Beim Hund ist es jedoch Häufig das Ellbogen- oder Hüftgelenk. Beim Pferd betrifft die Arthrose häufig das Hufgelenk, Krongelenk, Karpalgelenk und Sprunggelenk.

Ursache von Arthrose:

  • Übergewicht und mangelnde Bewegung, was zu Überbelastung der Gelenke und Unterernährung des Gelenkknorpels führen kann
  • Überbelastung der einzelne Gelenke durch zu frühes, zu schweres oder falsches Training
  • Stoffwechselerkrankungen
  • Ernährung, Mangeln an Gelenk und Knorpel aufbauenden Substanzen
  • Wachstumsstörungen
  • Erblich, Angeborene Gelenkfehlstellungen z. B. HD. Beim Hund
  • Verletzungen können zu Knochenzubildungen oder Gelenkfehlstellung führen. Oder durch die Schonhaltung kann eine Überlastung an einem andern Gelenk erstehen.
  • Abnützung der Gelenke durch altern

Arthrose vorbeugen:

Es gibt keine Massnahmen die Arthrose vollständig verhindert, jedoch können vorbeugende Massnahmen getroffen werden.

  • Nicht zu frühes, zu viel oder falsches Training (Pferde nicht zu früh einreiten oder mit zu viel Reitergewicht reiten .) (Welpen und Junghunde keine grossen Sprünge, weite Wanderungen oder regelmässige Hundesportarten wie Agility trainieren lassen, solange sich der Hund im Wachstum befindet.)
  • Bei Hunden das Spielen auf glatten Böden vermeiden, mit Welpen kontrolliert möglichst wenig Treppenlaufen und viele Sprünge vermeiden (nicht aus/oder ins Auto springen lassen, sondern heben, oder Rampe benutzen.)
  • Übergewicht vermeiden und für genügend natürliche Bewegung sorgen. (Bei Reitpferden genügend Muskulatur aufbauen, damit sie das Reitergewicht ohne Schaden tragen können.)
  • Eine Natürliche und Ausgewogene Ernährung
  • Erbkrankheiten durch Zuchtausschluss reduzieren

Symptome:

Arthrose entwickelt sich oft langsam und schleichend

  • Verdickung des Gelenkes
  • Schmerzende Stellen
  • Probleme beim Aufstehen und Hinlegen
  • Bewegungsdrang lässt nach, Bewegungsunlust
  • Das Tier lahmt, Schonhaltungen häufig nach längerer oder grösserer Anstrengung
  • Das Tier sucht häufig warme und weiche Untergründe auf
  • Anlaufschmerzen
  • Meistens sind die Schmerzen am Morgen nach dem schlafen schlimmer als am Abend
  • Steifigkeit

Therapiemöglichkeiten:

Arthrose ist nicht heilbar, es gibt jedoch viele Möglichkeiten um das Fortschreiten der Krankheit zu verlangsamen und im besten Falle zu Stoppen. Das Haupttherapieziel bei Arthrose ist die Schmerzen zu lindern und dem Patienten ein möglichst unbeschwertes Leben zu ermöglichen.

  • Medikamente: Schmerzmittel und Entzündungshemmer
  • Eine Gesunde Ernährung
  • Nahrungsergänzung mit Knorpel und Gelenkaufbauenden Substanzen wie Grünlippenmuschelextrakt, Omega 3- Fettsäuren, Navita Kräutermischung 6…
  • Gewichtsreduktion bei Übergewicht
  • Physiotherapie zur Unterstützung und Erhalt der Muskulatur und Beweglichkeit des Gelenkes, um Überbelastung infolge einer Schonhaltung zu minimieren, am Tier angepasstes gesundheitsförderndes Training zu entwickeln, passives durch bewegen der Gelenk, um schmerzende Verspannungen zu lösen….
  • Genügend, kontrollierte, Gelenkschonende Bewegung wie Schwimmen. (Der Knorpel funktioniert wie ein Schwamm, Bei Bewegung wird er zusammengedrückt/ ausgedrückt damit er sich anschliessend wieder mit der im Gelenk befindlichen Synovia vollziehen/ ausweiten kann. Die Synovia ernährt den Knorpel. Deshalb ist genügend Bewegung ohne Überlastung essentiell für die Gesundheit des Knorpels.)
  • Wärme. Bei Wärme wird die Synovia flüssiger und ermöglicht so ein besseres Gleiten im Gelenk und verbessert die Knorpelernährung. Ausserdem hilft Wärme gegen Verspannungen.
  • Homöopathie: Es gibt diverse Homöopatika die Schmerzlindernd und unterstützend wirken
  • Unterstützenden Therapien: Es gibt eine Vielzahl an unterstützenden Therapie wie z.B. Laser, Magnetfeldtherapie, Massage, Blutegel, Taping….
  • Operationen: Je nach Tierart und Ort der Arthrose gibt es die Möglichkeit ein künstliches Gelenk einzusetzen oder Goldimplantate zu setzen, welches die Schmerzweiterleitung vermindern sollen.

Bei allem gilt, desto früher eine Arthrose erkannt und Behandelt wird, desto grösser sind die Chance auf ein möglichst langes Schmerzfreies Leben.