
Der Anfang jedes Trainingsplanes beginnt bei mir damit, mit dem Hundebesitzer zusammen ein klares und realistisches Ziel zu finden und zu definieren. (Was will ich mit dem Training erreichen, was ist meine Motivation zum Trainieren.) Zum Beispiel: bei einem im Hundesport laufenden Hund, die Sprungkraft zu verbessern. Oder auch ganz einfach bei einem altersschwachen Hund möglichst lange die Kraft, in den Hinterbeinen zu erhalten.
Wenn dass, geklärt ist, überlege ich mir, was braucht es um dieses Ziel zu erreichen, und lege mir im Kopf schon einmal passende Übungen bereit. Dann gilt es, die körperlichen Stärken, Schwächen und auch Belastungen die der Hunde hat herauszufinden, diese mit einzuplanen und zu unterstützen. Zum Beispiel beim Sport Hund der viel springt auch an die Belastung bei der Landung denken, die benötigten Muskeln mit trainieren und Ausgleichtraining mit einbinden, damit er auch lange Zeit gesund im Sport laufen kann. Oder beim altersschwachen Hund mit wenig Hinterhand Muskulatur auch Übungen zur Entspannung, der dadurch stärker belasteten Vorderhand denken.
Weiter beziehe ich den aktuellen Trainingsstand, des Hunde-Menschteam mit ein, (Was für Übungen können sie schon, Anfänger, Profi? ) Dabei beziehe ich auch, die kognitive Fähigkeiten des Hundes mit ein und die Erfahrung des Besitzers. Es bringt nichts, 10 Übungen zu machen, wenn der Hund schon nach der zweiten Übung im Kopf durch ist, körperlich, zwar mehr könnte. Umgekehrt macht es Sinn einem körperlich schwächern Hund, der aber im Kopf gut ist, kognitiv komplexere Übungen ausführen zu lassen, welche nicht viele Muskelkraft benötigen. Auch muss das Herrchen in der Lage sein, die Übungen zu verstehen und richtig auszuführen.
Auch an die Ruhezeiten und genügend Pausen muss gedacht werden. Denn der Muskel wächst in der Ruhezeit, Übertraining ist schädlich und führt zu Muskelabbau. Die Trainingsumgebung, Motivation und Zeit des Besitzers muss mit einkalkuliert werden. Was hat der Besitzer an Trainingsmaterial, was ist er bereit, sich zuzulegen, wie viel Zeit hat er für das Training, wie oft möchte er trainieren? Der beste Trainingsplan bringt nichts, wenn er nicht ausgeführt wird. Je nach Besitzer ist es manchmal sinnvoller die Trainingseinheit auf einzelne Übungen täglich zu verteilen, welche sich einfach in den Alltag integrieren lassen.
Im weiteren achte ich darauf, dass das Training möglichst Abwechslungsreich gestaltet ist und dem Hund- Menschteam spass macht.
Eine Auswertung des Trainingsplanes oder bei über längere Zeit andauernde Trainings eine gelegentliche Überprüfung und daraus Resultierende Überarbeitungen und Verbesserungen am Trainingsplan gehören auch dazu.
Ihr seht, es braucht eine ganze Menge neben dem Fachwissen, das ein auf Hund- Menschteam massgeschneiderter Trainingsplan mit Warm-up, Koordination, Kraft, Ausdauer und Cole – down entsteht.


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