Belastungen im Hundesport

Hütearbeit

Bewegung ist wichtig, um unsere Fellnasen möglichst lange gesund zu halten. Hundesport macht Spass und ist eine gute Möglichkeit um den Hund auszulasten, jedoch sollten wir uns bewusst sein, welche Belastungen und Anforderungen die unterschiedlichen Sportarten an den Hundekörper stellen. Und dies im Training berücksichtigen, um unsere Fellnase auch wirklich lange gesund und leistungsstark zu erhalten.

Heute legen wir den Fokus auf die Hütehundearbeit. Dabei treibt der Hund Schafe, Geflügel oder Kühe in die gewünschte Richtung, oder treibt ein gewünschtes Tier aus der Herde heraus und hält es an der gewünschten Stelle. Oder er hält die ganze Herde an einem Ort, zum Beispiel auf einer nicht eingezäunten Weide.

Welche Anforderungen und körperlichen Belastungen stellt die Hütehundearbeit an den Hund?

Anforderungen:

  • Hütetrieb: Die Hütehundearbeit basiert zum grossen Teil auf dem natürlichen Hütetrieb der Hütehunderassen, weshalb dieser Sport in der Regel auch nur durch diese Rassen ausgeübt werden kann.
  • Ausdauer und Kondition: Die Hunde hüten zum Teil über längere Strecken und Zeiten, in manchmal unebenem Gelände und legen jenachdem mehrere Kilometer zurück.
  • Konzentrationsfähigkeit: Die Hunde müssen über längere Zeit konzentriert bleiben und die Herde im Fokus behalten und die Kommandos des Hundeführers befolgen können.
  • Hohe körperliche Belastbarkeit: Die Hunde machen viele schnelle Stopps, Richtungswechsel und Sprints und laufen meistens in der typischen Hütehaltung (vorne leicht geduckt).
  • Hohe Informationsverarbeitung und Entscheidungsfähigkeit: Die Hunde müssen die Signale der Schafe wahrnehmen, verarbeiten und schnell eigenständig oder auf Befehl reagieren können.
  • Starke Impulskontrolle: Trotz starkem Hütetrieb müssen die Hunde Kommandos auf Distanz exakt ausführen können.

Belastungen:

  • Durch die geduckte Körperhaltung und die vielen Stopps und Richtungswechsel wird die Vorderhand sehr stark belastet. Vor allem die Zehengelenke, die Ellenbogen, die Schultern und die Nackenmuskulatur sind betroffen.

Fazit:
Für Hütehunderassen ist dies ein idealer Sport, um ihren natürlichen Trieb auszuleben, vorausgesetzt sie sind körperlich gesund. Auf ein gutes Warm-up und Muskelaufbau, sowie Entlastungs- und Entspannungsübungen für die Vorhand ist zu achten, damit die Hunde den Sport auch möglichst lange und gesund ausführen können.

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