Dog Frisbee
Bewegung ist wichtig, um unsere Fellnasen möglichst lange gesund zu halten. Hundesport macht Spass und ist eine gute Möglichkeit um den Hund auszulasten, jedoch sollten wir uns bewusst sein, welche Belastungen und Anforderungen die unterschiedlichen Sportarten an den Hundekörper stellen. Und dies im Training berücksichtigen, um unsere Fellnase auch wirklich lange gesund und leistungsstark zu erhalten.
Heute legen wir den Fokus auf das Dog Frisbee. Beim Dog Frisbee gibt es 3 verschiedene Kategorien, in denen Mensch und Hund gemeinsam Frisbee werfen und fangen.
- Mini-Distance: Innerhalb von 60-90 Sekunden fängt der Hund möglichst viele Frisbees in der Luft. Je grösser die Distanz, desto höher die Punktzahl.
- Long-Distance: Jedes Hunde-Mensch-Team hat 3 Würfe, der weiteste gefangene Wurf wird gewertet.
- Freestyle: In einer Kür zeigen die Hunde-Mensch-Teams zur Musik kreative Würfe und Sprünge.
Welche Anforderungen und körperlichen Belastungen stellt Dog Frisbee an den Hund?

Anforderungen:
- Reaktionsfähigkeit: Der Hund muss innerhalb kürzester Zeit reagieren, um die geworfenen Frisbees zu fangen.
- Koordinations- und Konzentrationsfähigkeit: Der Hund muss die Richtung, dasTempo, das Timing, den Absprung und das Fangen vom Frisbee koordinieren.
- Schnellkraft und Wendigkeit: Um das Frisbee auch aus grösserer Distanz oder bei schwierigen Würfen zu fangen.
- Impulskontrolle: Der Hund muss in der Lage sein, auf Kommandos zu reagieren und nicht unkontrolliert den Frisbees nachrennen.
- Körperliche Fitness: Wegen den vielen Sprüngen und schnellen Richtungsänderungen ist dies für den Hundekörper ein sehr anspruchsvoller Sport.
- Spass am Fangen und Apportieren.
Belastungen:
- Körperliche Belastung: Bei Sprüngen und abrupten Stopps wirkt das 2,5 – 5-fache Körpergewicht auf die Gelenke, was besonders bei Landungen auf einem Bein stark die Vorhand belastet. Unphysiologische Landungen auf der Hinterhand führe zu einer starken Belastung im Knie und Rücken.
- Verletzungsgefahr: Bei Benutzung falscher Frisbee Scheiben, bei unebenem Untergrund und schlechter Wurftechnik besteht eine erhöhte Verletzungsgefahr.
Fazit:
Wenn der Mensch das Frisbee werfen beherrscht ist dies ein toller Sport für gesunde, ausgewachsene, kleinere bis mittelgrosse Hunde, um ihren natürlichen Beutefangtrieb auszuleben. Wichtig dabei ist, auf einen guten Muskelaufbau, sowie ein ausreichendes Warm-up und Cole-down, zu achten und die Wurftechnik so gut zu beherrschen, dass der Hund den Frisbee möglichst gelenkschonend fangen kann. Sprünge sollten am besten kontrolliert und mit geringer Höhe trainieren werden.
Für grosse Hunde, Hunde mit Gelenkproblemen (HD, ED…) oder anderen gesundheitlichen Problemen, ist der Sport wegen der hohen Gelenkbelastung nicht zu empfehlen.


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